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21.07.2020 – Professionalisierung ist wichtig

Nachfrage nach IT-Ausrüstung weiterhin ungebremst weiterwächst. Es ist deshalb wichtig, dass der gute Zweck hinter dem Verein auch mittel- bis langfristig halten kann. Hierzu werde ich mich in diesem Quartal mit diversen strategischen Themen auseinandersetzen. So werde ich neu ab 1. August nicht mehr alleine agieren, sondern darf auf zusätzliche Hilfe zählen.


Seit dem 1. April habe ich sehr viel Leidenschaft, Zeit und auch eigenes Geld in «Wir lernen weiter» investiert. Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat, welches erreicht werden konnte und sehe mit dem Lehrplan 21 und der fortlaufenden Digitalisierung weitere grosse Herausforderungen für viele Personen. So ist die Situation vielerorts, dass das Thema BYOD (Bring your own device) von vielen Berufsschulen und Oberstufen neu auch ein Thema ist. Dies macht auch Sinn, aber stellt viele Eltern vor grosse Investitionen, die nicht immer leicht zu tätigen sind. 

Zuwachs im Verein

Damit ich dieser Challenge gewachsen bin, werde ich per 1. August von Anand Weber und Robert Hilty im Verein unterstützt. Beide werden ehrenamtlich helfen bei der strategischen Ausrichtung; Anand auch zusätzlich beim operativen Business. Weiteren Zuwachs erwarten wir dann in den kommenden Wochen auch in der Aufbereitung, sowie auch im Marketing und dem Service Management. Diese Überlegung kommt daher, weil auch meine Ressourcen endlich sind und der Verein jetzt doch auch die ein oder andere mediale Erwähnung erhalten hat. Ein entsprechendes Kurzprofil zu den Neuzugängen werden wir dann hier im Blog posten.

Nächstest Ziel: Steuerbefreiung

Damit wir für Spender attraktiver werden, müssen wir in brauchbarer Zeit den wohltätigen Zweck des Vereins auch gegen aussen aufzeigen können. Hierzu haben Anand und ich die Statuten komplett überarbeitet. Wir werden dann nach der Mitgliederversammlung vom 29. Juli diese Statuten öffentlich auf der Webseite einbetten – denn Transparenz ist uns ganz wichtig.

Mit einer Steuerbefreiung können Spenden an «Wir lernen weiter» von den Steuern abgezogen werden. Dies war bisher nicht der Fall, aber wir sind hier auf Kurs, damit wir diesen Antrag beim Kanton Aargau noch dieses Jahr durchbringen können.

Zusammenarbeit mit Gemeinden

Bisher war es jeder hilfsbedürftigen Familie möglich, einen Antrag auf der Webseite selbst zu erfassen. Wie bereits in vergangenen Blogs dargelegt, wollen wir diese Prozesse vereinheitlichen und die Entscheidungsgewalt einzelner Anträge auslagern. So sind wir aktuell mit dem Erstellen eines Rahmenvertragen mit Gemeinden beschäftigt, welcher einen möglichen Antragsprozess über ebendiese ermöglicht. 

So soll künftig das Sozialamt einer Gemeinde selbst Anträge verfassen können, um auch wirklich den Familien zu helfen, die Hilfe benötigen. Dies ermöglicht uns eine vorgelagerte Qualifizierung, die uns wichtige Ressourcen freilegt. Wir sind uns bewusst, dass dies ein Mehraufwand für Gemeinden darstellt, sind aber auch der Überzeugung, dass auch hier für alle involvierten Parteien ein Mehrgewinn entstehen darf. An gut ausgebildeten und zahlungsstarken Einwohner sollte auch jede Gemeinde interessiert sein.

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Der neue Antragsprozess

Ablauf:

  1. Eine hilfsbedürftige Familie oder eine Einzelperson beantragt per Formular einen Laptop über die jeweilige Gemeinde
  2. Die Gemeinde prüft den Antrag und entscheidet über das weitere Verfahren
  3. Falls alles passt, wird ein Hilfeticket über den Service Desk von «Wir lernen weiter» erstellt.
  4. Der Laptop wird der bedürftigen Familie zugestellt.
  5. Eine Unkostenbeteiligung für diesen Service wird von der Gemeinde übermittelt

Bei den Unkostenbeteiligungen ist es der Gemeinde überlassen, wie viel der Hilfebezüger zahlt und wie viel die Gemeinde. Teil des Vertrages zwischen Gemeinde und «Wir lernen weiter» wird sein, diese Kostenaufteilung klar festzuhalten. 

Uns ist es ein wichtiges Anliegen, dass das Gerät selbst weiterhin kostenfrei bleibt, der Service für Gemeinde und Hilfsbedürftige aber bezahlt werden kann. Mit diesen Unkostenbeiträgen können wir Mietkosten decken, Versandkosten tilgen,  Marketingaktivitäten professionalisieren,  sowie auch Beträge zu sammeln, um für weitere Schritte vorzusorgen. Hierzu werden wir Euch aber auch entsprechend informieren (Lächeln)

Ausblick auf das nächste Halbjahr

Auch wenn die Initialisierungsphase der obengenannten Zusammenarbeiten viel Zeit in Anspruch nehmen wird, sind wir uns sicher, dass dies der richtige Weg ist. Das Projekt stellt einen «Service Public» dar, der von einer Privatperson aufgezogen und bereitgestellt wurde. Mit dieser Neuausrichtung können wir besser planen und müssen selbst keine Entscheidungsgewalt mehr tragen, was auch emotional hilft. Mit der Zusammenarbeit mit Gemeinden kann auch eine gewisse Professionalität ausgewiesen werden – und dies ist uns in dieser Phase besonders wichtig. 

Neben diesen Themen beschäftigen uns aber auch andere Geschäften. Eine kleine Übersicht dessen, was in den kommenden Monaten ansteht, könnt Ihr dem unten stehenden Entwicklungsplan entnehmen:

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Entwicklungsplan für die kommenden Quartale

Es kann natürlich auch sein, dass dieser Plan bald wieder revidiert wird. Dies würde mich persönlich nicht überraschen, denn das Projekt befindet sich aktuell in der Ramp-Up-Phase. Mit diesem «Schlachtplan» gehen wir aktuell aber voran und sind auch offen für Korrekturen. 

Mitwirker gesucht!

Möchtest Du ebenfalls an diesem Projekt mitarbeiten oder kennst jemanden, der sich für ein solches Engagement einsetzen könnte? Schicke Deinen CV mit einer kleinen Begründung und Deinen Spezialgebieten an folgende Adresse: 

tobias.schaer@wir-lernen-weiter.ch

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