Partnerschaften

Gerne beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen rund um die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und dem Verein „Wir lernen weiter“. Selbstverständlich stehen wir Ihnen für die Beantwortung individueller Fragen auch jederzeit persönlich zur Verfügung.

Partner wird man einfach:

  1. Partnerschaftvereinbarung beantragen und unterschreiben;
  2. Auf dem Partnerportal anmelden;
  3. Laptop(s) bestellen.

Gerne dürfen Sie auch auf dem Knopf „Das sagen andere“ Statements von bestehenden Partnern einsehen.


Für wen werden Partnerschaften angeboten?

Unsere Antwort
Wir bieten diese Partnerschaften für Organisationen der öffentlichen Hand an. Dies können Sozialämter auf kommunaler, regionaler und kantonaler Ebene sein, wie aber auch Organisationen, die beispielsweise für die Integration von Flüchtlingen zuständig sind.

Wir dürfen bereits auf eine Vielzahl von Partnergemeinden zählen und haben bereits viele Geräte in unsere Partnergebiete verschickt. Hier kommen Sie zur Partnerkarte.

Wie sieht der Prozess dann aus?

Unsere Antwort

Nachdem eine Partnerschaftsvereinbarung erstellt wurde, ist der Prozess wie folgt:

  1. Hilfesuchende stellen einen Geräteantrag an Ihre Organisation.
  2. Sie prüfen den Antrag gemäss Ihren Richtlinien.
  3. Die Anfrage wird auf unserem Portal erfasst (Anleitung)
  4. Wir schicken das Gerät direkt an die Hilfesuchenden.
  5. Ihre Organisation zahlt den Unkostenbeitrag gemäss Vereinbarung.

Die genaueren Details zum Prozessablauf werden nach Vertragsunterzeichnung angeschaut. Wir stellen hierfür auch Anleitungen zur Verfügung, damit der Prozess mit kleinstmöglichem Aufwand und standardisiert durchlaufen werden kann.

Tipps zur Implementierung des Prozesses bei Ihnen intern finden Sie auf dieser Seite:

Für wen dürfen Geräte beantragt werden?

Unsere Antwort
Grundsätzlich unterscheiden wir drei mögliche Zielgruppen:

  • Sozialhilfebeziehende
  • Personen in Migrationsprozessen
  • Working Poor

Anfragen von Partnern der öffentlichen Hand dürfen somit auch für Personen gestellt werden, die u.U. nicht über die kantonale Gesetzgebung zu decken sind. Es kann sich aber lohnen, wenn Leistungen angeboten werden, um Personen schneller in die Arbeitswelt zu integrieren.

Wie hoch sind die Unkostenbeiträge pro Gerät?

Unsere Antwort
Für jedes abgegebene Gerät verrechnen wir einen Unkostenbeitrag von CHF 150.–. Die Verrechnung erfolgt in der Regel zweimonatlich oder quartalsweise.

Mehr Informationen zur Verwendung dieser Unkostenbeiträge erhalten Sie auf dieser Seite:

Wir müssen auf Grund der kantonalen Gesetzgebung nicht zahlen. Wieso sollten wir da mitmachen?

Unsere Antwort
Uns ist bewusst, dass die SKOS-Richtlinien keine Unterstützung im Bereich der IT-Versorgung vorsehen und deshalb auch vielerorts keine Beiträge gesprochen werden können. Überlegen Sie sich einfach mal, welche Opportunitätskosten entstehen, wenn jemand keine IT-Ausrüstung zuhause hat.

Eine stellensuchende Person bleibt vielleicht länger arbeitslos, als unbedingt notwendig, da keine Bewerbungen zuhause gefertigt werden können.

Eine Person im Migrationsprozess hat eine längere Integrationszeit, weil unsere Landessprache nur in Präsenzkursen gelernt werden kann.

Working Poors müssen Laptops für Kinder anschaffen, eventuell Mikrokredite aufnehmen und stehen dann mit einem Bein schon im Sozialamt.

Es gibt noch weitere Szenarien, aber diese drei sollten reichen, um Ihnen aufzuzeigen, dass eine kleine Investition von CHF 150.- pro Gerät potenziell massive Mehrausgaben einsparen kann. Es fragt sich also nur, wie streng Sie sich an die kantonalen Vorgaben halten und wie viel in die Zukunft von Hilfsbedürftigen investiert werden soll. Jede Arbeitskraft, die mit digitalen Geräten umgehen kann, ist im Arbeitsmarkt von morgen attraktiver – und dies bedeutet auch eine höhere Steuerzahlkraft.

Wie werden Rechnungen gestellt?

Unsere Antwort
Wir können folgende Optionen anbieten:


  • Einzelrechnung (Standard)

Pro erstellte Bestellung erhalten Sie eine Rechnung von uns. Diese wird einige Tage nach dem Versand per Mail zugeschickt. So können Sie die bezahlten Unkosten einfach auf dem entsprechende Klientenkonto hinterlegen.

  • Sammelrechnung

Falls Sie quartalsweise abrechnen wollen, können wir dies ebenfalls einrichten. Beachten Sie bitte dabei, dass somit die finanztechnische Zuweisung auf effektive Klienten erschwert werden kann, da halt mehrere Bestellungen auf unserer Rechnung vorhanden sind.


Auf den Rechnungspositionen sind folgende Informationen enthalten:

  • Unsere Referenz (GEM-xxx)
  • Ihre Referenz (wie angegeben in der Bestellung)
  • Ersteller (Mailadresse des Benutzerkontos)
  • Versanddatum
  • Anzahl Geräte
  • Gerätemodell(e)

Bei Problemen, Fragen oder Umstellungswünschen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Wie verrechnen wir das auf unserer Seite?

Unsere Antwort
Wir empfehlen, dass die CHF 150.- pro Gerät über situationsbezogene Leistungen abgerechnet werden, wo möglich. Der Betrag macht für Sie als Organisation keinen grossen Unterschied, aber vielleicht für die Personen, die jeden Rappen zweimal umdrehen müssen.

Wieso weisen wir die Familien und Einzelpersonen nicht einfach auf Eure Webseite hin? Dann wär’s ja gratis!

Unsere Antwort
Für Privatpersonen bieten wir aktuell keinen Postversand an. Mit einer Partnerschaft ermöglichen Sie so nicht nur Zugang zu einem Mindestmass an IT-Ausrüstung, sondern sparen den Betroffenen auch die Kosten und die Zeit für den Weg zu uns.

Anfragen von Privatpersonen müssen wir auch immer prüfen – und somit kann es auch sein, dass dann eine Absage erteilt werden muss. Anfragen von Partnern überprüfen wir nur auf vollständige Angaben und fahren dann mit dem Versand fort. Somit tragen Sie auch mit einer Partnerschaft dazu bei, dass wir den Personen helfen, die die Hilfe auch benötigen.

Damit auch eine langfristige Strategie zur digitalen Versorgung in Ihrem Wirkungsbereich entstehen kann, lohnt sich also eine Partnerschaft mit uns. Sie als Partner wissen gut darüber Bescheid, wer bedürftig ist und wir wickeln die umliegenden Prozesse professionell ab. Mit Ihrem Beitrag tragen sie viel dazu bei, eine langfristige Lösung in der Schweiz zu ermöglichen.

Gibt es Fakten zur digitalen Unterversorgung?

Unsere Antwort
Nein, diese Zahlen existieren (noch) nicht, was wir als Teil des Problems erachten. Fakt ist, dass viele Haushalt von akuter Armut betroffen sind. Hierzu die untenstehende Grafik des Bundesamt für Statistik:

Quelle: BFS

Eine Annahme wird unsererseits getroffen, die rein logischer Natur ist: Wer keine IT-Ausrüstung hat, hat es schwerer aus der Armut zu entfliehen oder ist einer grösseren Gefährdung ausgesetzt, um in diese reinzurutschen. Die Konsequenz für Gemeinden sind dann mehr Sozialfälle.

Wie und wann werden Geräte geliefert?

Unsere Antwort
Die Geräteverfügbarkeit ist davon abhängig, wie viele Geräte wir von Spendern erhalten. Kommt es einmal zu Engpässen, bevorzugen wir unsere Partner vor den Privatanfragen von Drittpersonen. Ganz klar ist auch, dass Sie als Organisation niemals in Vorleistung gehen – denn wir verrechnen nur das, was auch geliefert wurde.

Wir versenden alle zwei Wochen Pakete. Das heisst, dass die Wartezeit zwischen wenigen Tagen bis zu 2.5 Wochen betragen kann. Dies passt soweit für die bestehenden Partner und ist für uns so auch gut machbar. Es kommt somit auf den Zeitpunkt des Auftragseinganges an. Sie erhalten jeweils von uns Nachrichten, wenn bspw. ein Gerät versendet wurde.

Welche Garantie wird gegeben?

Unsere Antwort
Wir garantieren, dass die Geräte beim Ausliefern funktionieren. Sollte ein ausgeliefertes Gerät nicht funktionieren, sorgen wir für kostenlosen Ersatz.

Bei unseren Laptops handelt es sich aber um Occassionsgeräte. Wir können daher auch nicht garantieren, dass die Laptops beispielsweise 5 Jahre laufen werden. Die gesamte Lebensdauer hängt natürlich auch davon ab, wie viel Sorge dem Gerät entgegengebracht wird. Wir stellen aber auf unserer Seite sicher, dass die Lebensdauer möglichst erhöht wird.

  • Wir verschicken nur Geräte, die für heutige Anforderungen genügen.
  • Wir rüsten Geräte mit neuen Komponenten aus.

Alle Geräte, die wir an unsere Partner schicken, haben keinerlei Defekte, die zu einer groben Beeinträchtigung der Bedienung führen würde. Falls dann doch mal ein Schnitzer passieren sollte, finden wir zusammen sicherlich eine gute Lösung.

Welche Aufwände fallen für die Gemeinden an?

Unsere Antwort

Die Aufwände sind überschaubar und umfassen folgende Punkte:

  • Sie machen auf das Angebot bezüglich der Zusammenarbeit mit „Wir lernen weiter“ aufmerksam.
  • Sie sind für die Prüfung der Gesuche zuständig.
  • Bei einem positiven Entscheid erfassen Sie ein Ticket über unser Portal.
  • Sie bestätigen, wenn das Gerät angekommen ist.
  • Sie überweisen gemäss vereinbarten Konditionen die Unkostenbeiträge.

In der Annahme, dass viele Hilfesuchende bereits bei Ihnen bekannt sind und die einzelnen Fälle schnell erörtert werden können, entsteht somit ein minimaler Mehraufwand.

Und wieso genau sollen wir für diese Mehraufwände zahlen?

Unsere Antwort
Müssten unsere Leistungen durch Ihre Organisation übernommen werden, so wäre mit einem mehrfachen Aufwand zu rechnen: personell als auch finanziell. Explizit übernehmen wir folgende Arbeiten für Sie:

  • Organisieren eines Occassionsgerät
  • Datenlöschung und Wiederaufbereitung
  • Bereitstellen von Anleitungen
  • Versand zur Haustür der Hilfesuchenden

Wir arbeiten mit effizienten Abläufen und können Skaleneffekte nutzen: Im Bereich der Aufbereitung, wie auch der Logistik und Auftragsabhandlung.

Oder anders formuliert: Jede Organisation muss sich fragen, ob sie selbständig Laptops beschaffen, aufbereiten und an bezugsberechtigte Personen versenden kann, ohne den Betrag von CHF 150.– zu überschreiten (Personalkosten mit eingerechnet).

Wie sieht es mit dem Support aus?

Unsere Antwort
Wir leisten keinen Support für abgegebene Geräte. Dafür haben wir schlichtweg keine Ressourcen. Stattdessen bieten wir Unterlagen und Informationen zur Selbsthilfe.

Jedem Gerät liegt eine vierseitige Anleitung bei, die hier abgerufen werden kann:

Wir wollen auch bewusst die Endbenutzer dazu befähigen, dass sie eigene Kompetenzen erwerben. Besonders im Umgang mit Computern ist es wichtig zu lernen, dass man eigentlich nie die erste Person mit einem Problem ist – und entsprechende Informationen lassen sich im Netz schnell finden.

In welche Zustand und mit welcher Software kommen die Geräte?

Unsere Antwort
Hierzu finden Sie auf folgender Seite mehr Informationen:

Wie lassen sich die Kosten gegenüber dem Steuerzahler rechtfertigen?

Unsere Antwort
Jede Gemeinde hat Interesse daran, dass sich alle Einwohner im Zeitalter der Digitalisierung zurechtfinden können. Schliesslich bietet auch die öffentliche Hand immer mehr Dienstleistungen und Services digital an.

Zudem ist die Nutzung digitaler Dienstleistungen und Services (z.B. E-Government) meistens günstiger als die traditionelle Erledigung des Geschäfts (z.B. am Schalter). Für Personen mit beschränktem finanziellen Spielraum ist dies ein sehr relevanter Punkt.

Wenn nun eine bedürftige Person für einen Unkostenbeitrag von CHF 150.– zu einem Laptop kommt, ist dies auch im Interesse des Steuerzahlers. Einerseits kann sich die Person die notwendigen digitalen Kompetenzen aneignen, andererseits kann auch die Integration in den Alltag sichergestellt werden. Weitere Vorteile (z.B. elektronische Bewerbungen, usw.) ergeben sich von selbst.

Dürfen wir noch Geräte von anderen Dienstleistern beziehen?

Unsere Antwort
Klar! Wir stellen keine Knebelverträge aus, sondern wollen einfach helfen. Sobald der Vertrag unterzeichnet ist, verfügt Ihre Organisation über eine mögliche Lösung für fehlende IT-Hardware. Wenn das Angebt nicht genutzt wird, entstehen auch keine Kosten.

Gibt es einen Beispielvertrag?

Unsere Antwort
Jawohl – hier ein Beispiel des aktuellen Vertrages mit den dazugehörigen allgemeinen Geschäftsbedingungen. Rot hinterlegt sind hierbei die Positionen, die angepasst werden können:

Wir sind interessiert. Wie würde es weitergehen?

Unsere Antwort
Bei Interesse können Sie sich direkt bei uns melden – ab besten gleich mit einem Mail an Tobias Schär. Wir werden Ihnen danach alle Unterlagen zustellen.

Mit dem Unterschreiben des Vertrages entstehen keine Kosten. Ihre Organisationen hat ab diesem Zeitpunkt dann aber die Möglichkeit, Geräte über uns zu beziehen.

Nachdem wir den unterschriebenen Vertrag erhalten haben, erhalten Sie die Anmeldeinformationen für das Portal, sowie den Link zur Anleitung. Und danach werden wir dann hoffentlich bald das erste Gerät in Ihre Umgebung schicken dürfen.


Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Für weitere Informationen steht wir Ihnen gerne zur Verfügung. Gerne dürfen Sie sich direkt bei Tobias Schär melden.